Der Kirchhof
Ich lag mit geschlossenen Augen auf einer steinigen, alten Bank. Ich roch Harz von den Tannen. Es roch nach Natur und Wind. Und nach einer Mülltonne. Bei dieser Mülltonne hatte ich eine Comiczeichnung vor Augen, bei der eine rote Mülltonne stinkend durch die Gegend rollt. Ich hörte Vögel, die sich gestritten hatten. Ob sie sich um einen Wurm stritten? Es raschelte. Dann fuhr ein Auto vorbei und Kinder riefen irgendwas von wegen: "Du bist.” Ich versuchte sie zu ignorieren, um mich auf etwas anderes zu fokussieren. Ich entspannte mich und plötzlich war Ruhe im Karton. Vielleicht wurden sie zusammengestaucht. Die alte, steinige Bank war kalt und mit kleinen Ästen und Blättern übersäht. Ein feiner Wind strich durch die Lüfte. Die beiden Vögel hatten aufgehört, sich zu streiten und jetzt war es ein wenig ruhiger. Aber gleich darauf fingen sie wieder an. Eine Weile später öffnete ich die Augen. Ich stand auf, drehte mich langsam um 360 Grad, entdeckte aber weder die Vögel noch die Kinder. Ich setzte mich hin und schaute mich um. Ich sah viele Pflanzen und Blumen, aber auch Häuser und die Kirche. Ich sah den Stock, der mich am Bein gekitzelt hatte. Die Vögel waren friedlicher und sie hörten sich nicht mehr so schroff an. Es raschelte immer noch. Vielleicht wegen des Windes. Die Steinbank war noch kälter als vorher. Es war total ruhig. Kein Mensch weit und breit. Es war eine total ruhige und entspannte Stimmung. Aber mit der Zeit wurde mir kalt, und ich beschloss ins Warme zurückzukehren.
26.05.2021
B*