Alle hassen den Hochnebel, den ich von meinem Fenster beobachten kann. Der graue Topfdeckel, der Schild zwischen der Sonne und uns, er trägt viele Namen. Aber mir gefällt er. Der graue Hochnebel und die etwas hellere Oberfläche des Sees ergänzen sich ganz gut und wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass Hochnebel und Seeoberfläche am Rande des Sichtfeldes ineinander übergehen. Ich sehe quasi nur einen Ausschnitt der Welt, umrahmt von grauem Wasser in verschiedenen Aggregatszuständen. Wenn man die Augen ein wenig zusammendrückt, hat man ein wunderschönes Gemälde in den Farben blau, grau, grün und weiss vor sich, das in der Luft zu schweben scheint wie das Hallelujah Gebirge aus Aufbruch nach Pandora. Und das ganz ohne Sonne.
30.11.2020
Anonymous